Flappbach Seebad in Ravensburg, heute 11 Uhr:
12 Kinder und 3 Betreuer mit riesigen Rucksäcken erscheinen vor dem Eingang und werden dort schon freundlich erwartet. Sie sind seit drei Tagen unterwegs und sie sollen auch nicht die einzigen Hajker bleiben, die hier im Laufe des Tages aufkreuzen. Alles ist gut gelaufen, selbst die Kinder. Man merkt ihnen an, dass sie zufrieden und auch ein bisschen stolz sind.
Mit jeder weiteren eintreffenden Hajk-Gruppe wird das Begrüßungs-Hallo lauter. Unsere Zeitforscher haben viel zu berichten und sie freuen sich auch einfach über das Wiedersehen.
Wie relativ die Zeit ist, das haben sie auch wieder mal erforscht. Die letzten Tage sind wie im Flug vergangen – von wegen konstanter Zeitverlauf. Nicht wenige würden gerne noch mal drei Tage zurück reisen. Und sei es nur, um auch noch den anderen Hajk selbst erleben zu können, von dem da eben mit Begeisterung erzählt wird.
Die Verpflegung im Seebad kommt bereits wieder vom Zeltlager: Weckle mit Saitenwurst, Käse, Rohkost und rezenten Saucen, dazu natürlich Trinken, Trinken und Trinken. Aber auch der Eisverkäufer kann sich nicht beklagen. So ein See-Bad ist schon eine tolle Sache. Kein Wunder, dass es um 16:30 Uhr viel zu früh zur Rückfahrt ist. Besonders für den letzten Hajk, der erst um 15 Uhr eintrudelte.

Zurück auf dem Lager gab’s eine Menge aufzuräumen, wie am Ende jeder großen Expedition. Nach der hin und wieder eingeschränkten Hygiene unterwegs und nach dem Bad in insgesamt sieben Seen war sogar eine Strichliste aufgelegt für die Herren- und Damendusche.

Das Abendessen gab’s diesmal warm:
Schweinerücken mit Champignonrahmsauce und Spätzle, danach Ananasjoghurt.

Zum Abendprogramm durfte jede Hajk-Gruppe ein Erlebnis zum Besten geben oder vorspielen. Wahrheit oder nicht, das zu beurteilen war sehr schwierig und immer wieder stellten sich die unglaublichsten Storys als tatsächlich erlebt heraus.
Der Satz: „Gott hat die Zeit gemacht, von Eile hat er nichts gesagt!“ fanden wir tatsächlich an der Wand eines alten Hauses südlich von Möllenbronn.

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Eigentlich sind wir auch gar nicht mehr da – wegen der heutigen Zeitreise. Wir haben die Vergangenheit verlassen, die Gegenwartschwelle durchbrochen und die Zukunft anvisiert. Wie sagte Professor Zweistein so beruhigend: „Die Reise in die Zukunft ist völlig unberechenbar. Es kann durchaus sein, wir landen nirgendwo…“