…endlich!    Wirklich!!    Ehrlich!!!

Lieber Leser, denkst Du jetzt etwa: „Ein Zeitsprung???“
Nein – „Zeitreise“, das war letztes Jahr Lagerthema. 2016 sind definitiv „Olympische Spiele“ dran: Die Welt ist zu Gast am Berg bei Erbstetten!
Oder falls Eltern nun in Sorge sein sollten, dass morgen die Kinder schon wieder nach Hause kommen – auch da können wir beruhigen. Das Zeltlager geht noch zwölf Tage.

Darum, vorab eine kleine Sachinformationsrunde altgriechischer Zeitabschnitte:
Ein Jahrzehnt nennt man eine Dekade und eine Olympiade ist ein Jahrviert. Also genau die vier Jahre zwischen zwei Olympischen Spielen. Die letzten fanden 2012 in London statt, die nächsten sind 2016, hier am Berg. Und sie beginnen morgen offiziell.

Heute war der letzte Vorbereitungstag. Zeitiges Wecken, üppiges Frühstück – halt alles, was Sportler so brauchen. Anschließend waren Arbeitsdienste dran. Auch das gehört dazu, wenn so viele Menschen zusammen kommen. Es ist doch ein lobenswertes, gutes Beispiel, dass sich auch die internationale Wettkampfelite am Spülen und Abfallwegräumen beteiligt.

Danach waren Familienbeziehungen angesagt, es ging speziell um die Väter der Olympioniken. Da passen so tolle Worte wie Vertrauen, Sicherheit und Liebe. Mit Vätern kann man gemeinsam lachen und viel Spaß haben. Von „unserem Vater“ kamen wir dann wie von selbst zum „Vater unser“. Wo wären wir wohl gelandet, wenn die Mütter das Thema des Morgens gewesen wären?

Wer nun an eine langweilige Großdiskussion denkt oder womöglich an Frontalunterricht oder Sonntagspredigt, der liegt völlig daneben. Ein bunter Strauß lustiger Spiele begleitete uns rund um die Väter.

Damit war der Vormittag prall und voll, die Bäuche der Sportler dagegen leer und  sie mahnten Kalorien-Nachschub an. Der kam in Form italienischer Großstädte:  Spagetti Bolognese, Insalata Roma und zum Dessert: Neapolitanercreme.

Was wären Olympische Spiele ohne Fahnen. Selbst Menschen, die sonst auf schwarz-rot-gold keinen gesteigerten Wert legen, warten beim Einzug der Nationen auf „Ihre“ Flagge, ihr Team. Erst recht trifft dies natürlich zu für besonders arme, kleine oder junge Staaten wie Quatar, Burundi, oder Yetianien. Dasselbe gilt für die seltenen olympischen Disziplinen Frisbee, Speed-biken, Wasserlaufen, Jumping, Running oder Dance-Ball. Also waren bei der heutigen Verschönerung des olympischen Dorfs jede Menge besonderer Flaggen zu sehen von noch besondereren Teams.

Nach einem leichten Abendessen war olympisches Abschlusstraining angesagt. Diese letzte Gelegenheit nutzten die Teams und Trainer ausgiebig und nach dem, was unsere Sportreporter und Berichterstatter heute am Rande gehört  haben oder gar selbst beobachten konnten, versprechen die nächsten Tage extrem spannende Begegnungen. Mit dieser Leistungsschau endete heute der letzte Tag der Olympiade. Das bedeutet, wie wir jetzt alle wissen:
Die Olympischen Spiele, die Welt zu Gast in Erbstetten, die heiße Phase unseres Zeltlagers – all das geht morgen so richtig los. Und trotz Hochspannung schlafen selbst die Goldmedaillenträger der anstehenden Spiele jetzt in aller Ruhe, als wenn nichts besonderes zu erwarten wäre.