Seit wenigen Tagen ist es amtlich: Der große Mannschafts-Hajk über drei Tage ist jetzt olympischer Wettkampf. Noch fehlen die exakten Bewertungskriterien, aber vielleicht bekommt einfach jeder Wettkämpfer eine Medaille, der diese Strapaze überlebt.

Hajk, das bedeutet: Drei Tage unterwegs mit ungewissem Ziel. Was werden wir essen, wo schlafen, finden wir einen Weg, gibt es überhaupt einen…
Der IOC legt natürlich großen Wert darauf, im Falle eines Falles die Hände in Unschuld zu waschen. Darum durften die Athletinnen und Sportler selbst aussuchen, welcher Herausforderung sie sich stellen:
Gourmet-Hajk oder Bauernhof? 3-Flüsse, coole Sachen oder lauter Strecke? Maßlose Höhen und Tiefen? Oder doch lieber Klassiker wie Fahrrad, Kanu, Höhlen?
Diese nicht eben einfache Entscheidung benötigte viel Energie und den ganzen Vormittag.

Neue Kräfte gab es in Form einer schönen Pute, mit Sahnesauce im Reisbett an frischem Salat. Wie nennt man doch gleich die letzte warme Mahlzeit?

Schluss jetzt mit Angst und Ungewissheit! Lassen wir die Zweifel nicht die Überhand gewinnen. Die Olympioniken besannen sich und luden kurzerhand zu einem selbst gestalteten Gottesdienst ein. Und wirklich alle haben auf die eine oder andere Art mitgemacht. Der Treffpunkt der Nationen wurde freundlich gestaltet, spontan bildete sich ein fähiger Chor und plötzlich war da auch eine Band im Olympischen Dorf. Alles nur kleine Fische, doch der Sound überzeugte.
Ein sicherer Weg zu neuer Kraft, der nichts mit Essen zu tun hat: „Führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen“. Kein leichtes Thema für junge Sportler. Zumal sie sich auf allen Ebenen voll einbrachten. Von Votum über Gebete, Moderation, Lieder und Musik, Aktionen und Segen.
So erlebten wir einen schönen, stimmungsvollen, runden und Mut machenden Gottesdienst.

Inzwischen hat sich die Vorfreude auf den Hajk richtig ansteckend breit gemacht. Emsig besprechen, organisieren, Material sammeln, verteilen, packen…
Morgen früh verlässt die erste Mannschaft, der „Hajk mit lauter Strecke“ noch vor dem Frühstück das Olympische Dorf. Für diese Hochleistungssportler wird’s sicher etwas anstrengender, als für den Gourmet-Hajk, der sich als letzter auf den kurzen, aber nahrhaften Weg machen wird.

Neue Tagesberichte lesen Sie hier erst am Dienstag nach Abschluss der Hajks. Morgen verabschiedet sich jede Hajk-Gruppe noch mit einem Tschüss-Bildle.