Die Spiele nehmen weiter Fahrt auf, die Dichte der Wettbewerbe nimmt jetzt Tag für Tag zu. Im deutlichen Widerspruch dazu startete der heutige mit einem sportfreien Großereignis namens Frühstücksbuffet. Man kennt das von guten Hotels und Spitzen-Caterern, welchen unsere Küche nicht nachstehen wollte.

Eine große Zahl an ausgesuchten Alternativen in Sachen Brot und Brötchen, frischem Obst, knackigen Cerealien, Warm- und Kaltgetränke, Gsälze (=Marmeladen), süße und salzige Brotaufstriche, Rührei de la cuisine und Crêpes – mindestens so gut wie beim CVJM-Stand am Ebersbacher Stadtfest. Das ganze Angebot wurde über zwei Stunden bereitgehalten und gereicht. Allenfalls die vertilgten Mengen waren rekordverdächtig, aber die Goldmedaille ging ganz klar an unsere Küche und an die Nachwuchskräfte, die sich glänzend bewährt haben.

Danach folgte eine gezielte Aufbau- und Wellness-Einheit: Handpflege, auf Wunsch mit Nagellack, Gesichts-Refreshing, Massage oder gezielte Trainingseinheiten und anderes.
Kaum zu glauben, wie hungrig das macht und so waren die Maultaschen zum leichten mittäglichen Imbiss mehr als willkommen.

Und dann ging es endlich los mit den heutigen olympischen Wettkämpfen. Das ursprünglich geplante Kanadische Baumstammwerfen wurde erstmals nach der Sub-Sahara-Norm veranstaltet und die Baumstämme waren etwas zierlicher als gewohnt.
Der Leistungsbereitschaft tat dies jedoch keinen Abbruch und so purzelten die Rekorde gleich serienweise.

Direkt anschließend startete die Königsdisziplin im Nasssport: der große olympische Wasser-Achtkampf. Außer den konventionellen Wettkämpfen gehören zu diesem Oktatlon das Wasser-weit-Spritzen, zwei komplexe Wasser-Parcours, Fässerstemmen und Wasserbomben-Basketball. Die erstmals in dieser südischen Kombination zusammengefassten Disziplinen waren mit großer Spannung erwartet worden und führten bislang zu den höchsten Zuschauerzahlen, Einschaltquoten und Werbeeinnahmen. Der zugehörige Medaillenmarathon konnte heute gar nicht mehr gestartet werden und wird auf der Abschlussveranstaltung nachgeholt.

Insgesamt kosteten diese Wettkämpfe viel Kraft, die durch gutes Essen nur teilweise hereingeholt werden konnte. Den Hauptteil der benötigten Energie schöpften unsere Sportler aus dem heutigen BE zum Thema: „Denn Dein ist das Reich und die Kraft“.
Nur gut, dass uns das Vaterunser mit unerschöpflichen Kraftreserven versorgen kann.

Unerschöpfliche Reserven scheinen auch unser olympisches Feuer zu speisen. Es brennt jetzt schon seit eineinhalb Wochen und begleitet uns in jedem Wettkampftag,  erhellt die dunklen Nächte und wärmt die nächtliche Kühle. Das Wort „Erkältung“ haben die Olympioniken inzwischen fast vergessen.