In der Antike wären wir heute, wie wir ja wissen, schon wieder in der Olympiade gelandet. Aber in der Neuzeit folgt das nächste Großereignis den Olympischen Spielen auf dem Fuße – und zwar am selben Veranstaltungsort: Die Paralympics, also die Spiele für Menschen mit Behinderungen.

Es ist sehr viel schwieriger, die Teilnahmekriterien für die Paralympics festzulegen. Da gibt es zum Beispiel verschiedene Wettläufe je nach Möglichkeit der Sportler. Ob der Lauf im Rollstuhl oder noch auf den eigenen Beinen absolviert wird, ist ein großer Unterschied. Oder der Läufer startet mit Federprothesen ab dem Knie und ist sogar schneller, als die normalen Sprinter.

Was heißt schon normal? Normal ist, was dem Durchschnitt entspricht. Und der wiederum hängt von der Mehrzahl ab. Also ist es normal, sich in den Sommerferien in möglichst südlicher Sonne zu räkeln und sich faul zu erholen. Die Teilnahme als Mitarbeiter an einem Zeltlager auf der Alb ist da schon sehr an der Grenze des Normalen. Den Abbau mitzutragen, freiwillige Arbeit ohne Lohn, das ist außerhalb jedes Durchschnitts, also völlig unnormal. Und darum berichten wir heute von den Paralympics.

Direkt nach dem Frühstück ging‘s ans Packen, doch vorher waren hunderte Gebrauchsutensilien von Wäscheleine, aus Sanitärgebäude und Fundkiste zu verteilen. Ein echter paralympischer Rekord, schließlich ging es um die reine Vergesslichkeit von 100 Wettbewerbern.
Dann wurden Rücksäcke, Koffer und Taschen hin- und her geschobenen, Feldbetten stapelweise umgezogen und ganze Zelte begaben sich auf Wanderschaft.

Mitten im Chaos reichte die Küche Chili con carne und frischen Obstsalat mit Sahne.
Anschließend wurden nochmals besondere Wettbewerbe durchgeführt wie Hochbocken, Zeltreinigung ohne Wasser und das große Heringsziehen.
Danach kam dann das Abschluss-BE zum Thema Ewigkeit. Und weil so ein Zeltlager leider nicht ewig dauern kann, rückte schließlich die traurige Stunde des Abschieds immer näher. Die jüngeren Olympioniken müssen zum Bus und wurden stilvoll verabschiedet. Das Abbauteam dagegen zieht in die Großzelte.

Freuen wir uns darüber, dass die Paralympics zahlenmäßig gut besetzt sind. Zum Glück gibt es sie, die außerdurchschnittlichen Menschen, die etwas von der Norm abweichen. So schreitet der Abbau rekordmäßig voran.