…von den Olympischen Spielen am Berg 2016?
Eigentlich zielt diese Frage in die verkehrte Richtung. Wie bei allen großen Ereignissen geht es hauptsächlich um die Gegenwart. Veränderbar, lebendig, uns gewidmet ist letztlich nur das heute und jetzt. Ein Beispiel:

Der berühmteste antike Olympionike war der Ringer Milon von Kroton. Im Zeitraum 532–516 v. Chr. siegte er fünfmal hintereinander und war insgesamt sechsfacher Sieger. Zu seiner Zeit war er ein Weltstar. Obwohl nach 2500 Jahren noch Statuen und Bilder an ihn erinnern, ist er Vergangenheit, wenn auch ruhmreiche. Doch selbst jeder Letztplatzierte der Spiele am Berg 2016 ist gegenwärtig bedeutender, als er.

Das Vaterunser hat uns über die gesamten Olympischen Spiele begleitet. Wie alle Gebete endet es mit „Amen“ das bedeutet übersetzt: Es ist gewisslich wahr. Nur sagt das heutzutage keiner mehr so. Darum übersetzen wir mit: „ganz sicher“ „ja logisch“ oder „klaro, Alter!“
Schön, dieses Amen steht also am Ende unseres Vaterunsers. Viel wichtiger ist aber: es steht am Beginn unseres Lebens danach. Wir nehmen diese Tage in Erbstetten mit in unser heute, in unser jetzt…

Jetzt waren erst mal die Faulstreifen zu reinigen und alle 54 Zelte und Zeltelemente zusammen zu legen. Danach wurden unzählige Kisten, Säcke, Boxen, mit noch unzähligerem Inhalt in den Laster geladen und wieder nach Ebersbach geschaukelt. Dort gab es freundliche Unterstützung: entladen, sortieren, stapeln, hängen und auslegen – dafür danken wir vielen Eltern und Helfern. Sie alle standen bereit und haben sich dann sogar auf eine Stunde früher verlegen lassen, weil beim Abbau alles so zügig lief.

Trotzdem wurden wir gestern nicht mit allem fertig. Das paralympische Abbaulager wird mal wieder um einen Tag verlängert. Auch heute gab es noch Zeltabbau, räumen, laden und Transportfahrten – bis dann schließlich auf dem Zeltplatz am Berg nichts mehr an unsere Olympischen Spiele 2016 erinnerte.
Und was bleibt…