Rund um die Pyramiden ist die Umgebung trocken, meistens wüstenhaft. Die ägyptische Wüste ist ein Teil der Sahara und dort ist es eben heiß und staubtrocken, damit haben unsere Ägyptenforscher natürlich gerechnet. Daher kam heute die große Überraschung ziemlich…  ja, überraschend eben.

Es fing schon damit an, dass sich gnädige einzelne Wölkchen vor die Sonne schoben und so die Arbeit heute Vormittag fast zum Hobby werden konnte. Wir haben auf der Pyramiden-Baustelle die Schattenperioden gut genutzt und mit dicken Seilen und langen Hebelstangen die Bauteile an die richtigen Stellen bugsiert. Aber auch andere Teams haben beachtliche Erfolge vorzuweisen. Die Sklavenunterkünfte -einfache „Lägerle“- nehmen Gestalt an, die Bodenplatte liegt. Die schönen Künste überzeugen mit Tanz und Körperbeherrschung oder edler Kleidung in bunten Farben. Und das ist alles erst der Anfang, weitere Hobbygruppen sollen folgen.

Gestärkt von einer einfachen, aber kräftigenden Mahlzeit, bestehend aus original mediterranem Ebly-Topf mit Salat und Mandarin-Citrus-Yoggi, wendeten wir uns anschließend spannenden Feldforschungen zu.

Auch wenn Ägypten von Wüsten umgeben ist bedeutet das ja nicht, dass dort keine Menschen wären. Im Gegenteil, zu allen Zeiten bestanden ausgedehnte Netze von Handelswegen, die die Beduinen kreuz und quer durch die Sahara aufrecht hielten oder rund um die arabische Wüste.
Diese Karawanen zogen mit ihren Kamelen wochenlang durch den glühend heißen Sand.
Ausgeklügelte Vorratshaltung an Verpflegung und vor allem an Wasser waren dabei ebenso wichtig, wie die genaue Kenntnis der Routen von Oase zu Oase.
Eigentlich wäre es für unsere Ägyptologen eine schwierige, vielleicht sogar gefährliche Aufgabe gewesen, als Karawanen diesen historischen Handelswegen zu folgen mit allem, was dazu gehört. Leider ging der Praxisbezug völlig verloren denn das Wetter zeigte sich unerwartet gnädig.
So waren weder die Fähigkeiten der Kamele, noch die Erfahrung der Karawanenführer lebensrettend. Gegen den Durst nur den geöffneten Mund nach oben zu richten oder die angenehme Kühlung durch leicht angefeuchtete Kleidung kann man natürlich auch einfach genießen.

Inzwischen ist die Feuchtigkeit wieder komplett verdampft und die vier abendlichen Lagerfeuer brennen problemlos. So wird auch die selbst zubereitete Verpflegung geradezu  ein Vergnügen. Weit entfernt voneinander sitzen die Karawanen um den schönen Wüstenabend zu genießen. Die Meister der Tontäfelchen sind darum heute mit ihrer Bildberichterstattung auch früher fertig und wünschen allen im nasskalten Mitteleuropa ein paar wärmende Sonnenstrahlen.

Weisheit von gestern:
„Ohne die trockene Wüste drum rum ist die schönste Oase nichts wert….
… und wenn‘s regnet erst recht nicht. “