Womit begegnet man quälendem Hunger am besten? Mit einem voll gedeckten Tisch!
Womit entschuldigen sich die Köche, die zu wenig auf den Tisch gebracht haben?
Natürlich mit einem „gib alles“ aus der Küche. So geschehen: heute morgen und genannt: Brunch!

Ab 9 Uhr stand für die Frühaufsteher ein liebevoll angerichtetes Buffet bereit, das bis zum letzten Langschläfer gegen 11 beständig nachgefüllt wurde. Parallel dazu waren viele nette Programme in Auswahlgruppen im Angebot. Es folgte die Siegerehrung zum Hajkspiel. Gewonnen haben ganz knapp die besten, gefolgt von den anderen, die allesamt auch gut waren. Wir hätten Preise an jeden verteilen können…

Das Anschuggerle wies in dieselbe Richtung: alle sind gut – irgendwie!
„Viele Leute wissen gar nicht, wie toll sie sind – sie wüssten es, würden wir es ihnen sagen…“   Daher folgt nun hier dieser Stelle das Lob an unser komplett neues Küchenteam: Ihr seid toll, vielleicht leeren euch die Ägypter hier darum jeden Topf, weil es einfach saugut schmeckt. Also nehmt die Herausforderung an und erhöht nochmals die Mengen!

Während und nach dem Brunch gab‘s als Zwischengang einen oder zwei Crêpes für jeden und danach war Mittagessen. Chili con Carne bis zum Abwinken und wieder kam restlos quasi alles weg.

Wer so viel isst braucht Bewegung. Darum stand nachmittags „Action“ auf dem Programm.
Zum Glück brauchen wir nicht mehr mit dem Wasser zu sparen und so waren wilde Wasserspiele angesagt. Sogar das Wetter spielte eine Weile mit und wir sangen bis zum Ende des Regens im Trockenen das ganze Lagerbuch durch. Weiter gings mit den Wasserspielen, und dann endlich: Abendessen.

Das Volk Israel hatte zwar auch genügend zu essen, aber man bemängelte die Auswahl: Manna, Manna und Manna…  Ja, was soll denn das?
Gesättigt mit extrem gesunder Pflanzenkost und trotzdem unzufrieden?
Und statt Gott, den Retter aus Ägypten, ein goldenes Kalb verehren wollen?
Trotz der neu gewonnenen Freiheit der satten Knechtschaft hinterher heulen?
Ständig Mose annölen, weil gerade irgendwas auf der Wüstenwanderung missfällt?
Diese permanente Klage, die eigentlich grundlose Unzufriedenheit, das tiefe Misstrauen selbst in die besten Anführer… Diese unreifen, kindischen Wesenszüge des Volks waren früher selbst Kindern nur sehr schwer begreiflich zu machen. Immerhin ist das seit der AfD kein Problem mehr.
Inzwischen ist das Goldene Kalb geschlachtet, die Werte sind wieder stabil und im Schlafsack ist es angenehm warm und trocken.

Rechts/links
vom Sphinx
Mit der Bewirtschaftung der Ernteüberschüsse im fruchtbaren Niltal begannen Macht und Reichtum der Pharaonen. Ihre ursprüngliche Aufgabe war der Bau von Lagerhäusern für Korn und Frucht und die Neu-Zuteilung des Ackerbodens nach den alljährlichen Nil-Überschwemmungen.
Dadurch wurden Hungersnöte auch in schlechten Erntejahren vermieden und auch die einfachen Menschen wurden satt. Das stellte die Macht der Pharaonen und die Existenz des ägyptischen Großreichs über Jahrtausende sicher.