Die alten und neuen Pyramiden bergen immer noch Geheimnisse und Erscheinungen, die wir mit unserem naturwissenschaftlich orientierten Verständnis einfach nicht erklären können:
Als heute morgen die letzte Pyramide hier im Lager abgebaut wurde, konnten wir uns nur erstaunt umsehen. Plötzlich war die Wüste verschwunden und wir fanden uns auf einer wunderschönen Hangwiese auf der Schwäbischen Alb wieder, bei bestem Abbauwetter! Es war nicht festzustellen, ob dieser interessante Fall verzögerungsfreier Interlokation auch von anderen Ält-Ägyptologen schon beobachtet wurde.

Aber das hat unser Abbauteam dann aber gar nicht mehr weiter interessiert. Voll und ganz verschrieb man sich den anstehenden wichtigen Aufgaben: Nicht weniger als 43 Zelte und Zeltabteile konnten heute trocken und sauber abgebaut und verpackt worden. Vieles davon ist auch schon zu Hause angekommen – nicht durch Interlokation, sondern einfach unter Einsatz mehrerer Transportfahrzeuge.
Der Lagerplatz hat sich zusehends geleert, auch wenn das wirklich weniger mit zusehen als mit fleißigen Helfern zu tun hatte. Würden für zügigen Abbau goldene Heringe am Bande verliehen, dann hätte es heute zig Nominierungen für diesen Orden gegeben. Aber wir vergeben dafür lieber feine Fleischstücke zum Selbergrillen. Schließlich ist es an der Zeit, die Arbeiten ruhen zu lassen und sich ums Lagerfeuer zu setzen.

Aber weitere Auszeichnungen und Ehrungen stehen an: Unser spontanes heimisches Abladeteam hat sich Dank und Anerkennung verdient. Ebenso der Fertighaushersteller Schwörer von Hohenstein, dem wir heute die uns freundlicherweise überlassenen 100 Europaletten zurückbringen konnten. Sollten Sie also demnächst ein hochwertiges Fertighaus benötigen …

Letzter Dank
Wer hat die tiefste Nacht genützt
wer hat uns heimlich unterstützt?
Ja, wer hat keine Müh gescheut,
uns mit nem Krokodil erfreut?
Das war wie schon beim letzten mal,
der König Karl vom Lautertal.

Wir würden diesen hohen Herrn
persönlich loben, wirklich gern!
Doch hat er sich noch nicht getraut,
bei Tag bei uns vorbei geschaut,
und sich gezeigt von Mann zu Mann,
so dass man ihm auch danken kann.

Das geht noch heute oder morgen,
danach ist nichts mehr zu besorgen
von uns, auf diesem Lagerplatz
und unser Dank ist für die Katz –
und das lässt uns nicht einfach ruhn;

also, was machen wir denn nun?

Dann machen wir halt anonym
eine andre Freude ihm.
König Karl vom Lautertal
klingt doch einfach zu normal.
Ernennen wir ihn einfach so
zu unserm hohen Pharao.
Karl-ench-Amun? Besser is:
Ramses-Karl-Amenophis!

Mein allerschönster Bleistift
schrieb dies Gedicht in Keilschrift.
Es grüßen die Betrübten
die Leut, aus Alt-Ägypten.