Die Klos tun nicht mehr, die Spülküche steht auf dem Trockenen. Unsere Wassertanks sind leer! Doch von Anfang an…
Wie fast jeden Tag befanden wir uns auch heute Morgen auf einer regulären Erkundungsreise durch den äußeren Asteroidengürtel 23. Wir waren gerade dabei, über Leben und Tod in unserem BE „Du sollst nicht töten“ zu philosophieren. Wie lässt sich dieses Gebot auf die Umwelt anwenden? Was bedeutet dieses „Töten“ im Alltag? Unsere verschiedenen Weltraumorganisationen erarbeiteten diese Fragen in ihren Inner Circles und präsentierten ihre Forschungsergebnisse anschließend der gesamten Crew. Dabei konnten viele neue Perspektiven und Ideen entwickelt werden, wie wir als Gemeinschaft „töten“ in der Umwelt vermeiden können. Ach, wenn doch alle so wären wir unsere Astronaut*innen!
Mittags jedoch nahm das Unheil seinen Lauf. Gerade genug Wasser für die köstliche Gemüsesuppe am Mittag war noch da, dann waren unsere Tanks leer. Als erstes merkte es die Spülküche, dann die Astronaut*innen, die gerade auf dem Klo saßen. Wasser? Weg! Also musste schnell ein Ausweg gesucht werden. Schnell war ein Wasserplanet gefunden, der gerade gut für unseren Gravycore zum Landen war. Dieser Planet war nur leider nicht unbewohnt: Riesige, starke, muskelbepackte Aliens bewachten die frischen Quellen. Zwischen uns und dem rettenden Nass lagen gut 200 Meter und sieben durstige Aliens. Doch kein Problem für unsere Außencrew! Mit Schwämmen und Eimern bepackt stellten sie sich den Verteidigern des Wassers. Ein Alien nach dem anderen wurde systematisch ausgeschaltet und als auch der letzte Alien vertrieben wurde und unsere Tanks wieder voll waren, blieb auch noch etwas Zeit für Spaß! Wir fluteten den Bach und tauchten, schwammen spritzten und lachten was das Zeug hielt! Nach so einem kritischen und anstrengenden Morgen hatten sich alle eine Abkühlung verdient.
Nachdem wirklich die gesamte Crew von Kommandantin bis zum jüngsten Astronaut frisch geduscht war, verbrachten wir den Abend an unseren künstlichen Lagerfeuern. Dem Ort, an dem wir unserer geliebten Erde wohl am nächsten waren. Es wurde gestockbrotet, gesungen, gerotewurstet und geschnitzt. Die wildesten Geschichten wurden ausgetauscht und als die Sonnengeneratoren langsam schwächer wurden, zog es auch die letzten Astronaut*innen glücklich und satt in ihre Schlafkojen. Wir funken aus unseren Feldbetten zur Erde:
Die Klos spülen wieder, das Wasser läuft!

















