Nach einer milden Nacht wurde das Abenteuerland heute Morgen endlich mal wieder von der Sonne geweckt. Es versprach ein schöner und trockener Tag zu werden. Nur der Wind war am Morgen noch etwas kühl und rüttelte kräftig an den Zelten. Nach dem Anschuggerle – endlich wieder an der Feuerstelle – gab es gleich noch etwas zu feiern. Unser Geburtstagskind Yannik wurde mit einem Geburtstagsständchen bedacht und nach guter Zeltlagermanier hochleben gelassen. Natürlich durften auch ein Geburtstagskuchen und ein Geschenk nicht fehlen. Am Vormittag startete dann die letzte Runde Hobbygruppen. Bei etwas wärmeren Temperaturen konnte der Staudamm endlich fertiggestellt werden und die Badestelle macht ihrem Namen nun alle Ehre. Auch für Meerjungfrauen besteht jetzt keine Gefahr mehr – herzliche Einladung an Arielle und ihre Freundinnen, uns noch einmal zu besuchen. Die Flaschenraketen, Bumerangs, Boote und Vier-gewinnt-Spiele bekamen den letzten Schliff und wurden ausgiebig getestet. Und auch die Regenbogen, Fimo-, Gips- und Betonbasteleien sind nun fertig. Zum Glück hatte das Lägerle den Sturm und Regen der letzten Nacht unbeschadet überstanden – somit steht der heutigen Übernachtung der Hobbygruppe im selbstgebauten Lägerle nichts mehr im Wege.

In der Mittagspause wurden ausgiebig die neuen Parcours-Elemente getestet. Besonders das Überspringen der Latte in immer größeren Höhen scheint regelrecht Suchtcharakter zu haben! So sah man den restlichen Tag über in jeder freien Minute Kinder und Mitarbeitende, die versuchten, ihre persönliche Bestleistung zu übertreffen. Der Tagesrekord lag übrigens bei Mitarbeitern und Kindern gleichermaßen bei beachtlichen 1,30m!

Beim anschließenden BE „Glauben – was soll das?“ ging es um die Frage, was uns der Glaube eigentlich bringt. An verschiedenen Stationen erfuhren die Kinder von den Mitarbeitenden, welche Aspekte ihnen persönlich am Glauben wichtig sind. So entstand ein buntes Bild, wie vielfältig der Glaube sein kann und dass da für jeden etwas dabei sein kann.

Im Anschluss an das BE erhielten die Abenteurer noch einen Vortrag von Frau Prof. Dr. Dr. Carolin Harscher, in dem sie ihr aktuelles Forschungsprojekt über die Verhaltensweisen der im Abenteuerland heimischen Affen vorstellte. Kurz nach Beginn des Vortrags brach jedoch auf der Affenwiese plötzlich ein Feuer aus und die Angstschreie der Affen waren bis auf unseren Zeltplatz zu hören. Selbstverständlich waren die Kinder gleich bereit mitzuhelfen, die Affen über die rettende Schlucht auf den Zeltplatz zu holen. Dafür mussten sie zunächst im Wald passende Lianenstücke sammeln, die zusammengeknotet dann lang genug waren, um sich damit über die Schlucht zu schwingen. Dann ging es daran, die verängstigten Affen, die wie wild über die Wiese rasten, einzufangen und mit gefundenen Bananen über die Schlucht zu locken. Immer wieder scheuchte das wirbelnde Feuer die Affen auf und brachte sie dazu, sich loszureißen und wieder davon zu stürmen. Doch schließlich konnten mit vereinten Kräften alle Affen auf den sicheren Zeltplatz gebracht und vor dem zerstörerischen Feuer gerettet werden.

Das Highlight des Tages war dann die Frozen-Party! In der winterlich dekorierten Partyhütte wurde getanzt und gefeiert, dass der Boden wackelte! Zwischendurch versorgte uns die Küche mit leckerer Currywurst und Slushs in verschieden Geschmacksrichtungen. Für diejenigen, die keine Lust auf tanzen hatten, gab es dann nach dem Abendessen verschiedene Alternativen wie Lagerfeuer mit Plauderrunde, Geschichte vorlesen, Cornhole und andere Spiele. Als witzige Showeinlage tanzte das Mitarbeiterballett einen Schneeflockentanz zum Lied „Let it go“. Wie immer war die Party viel zu schnell zu Ende und die beiden Tagesfeen bliesen zum Abschuggerle.  Ausgepowert und zufrieden fielen die Kinder in ihre Betten oder erklommen den Berg zu ihrem Lägerle, wo sie inzwischen tief und fest schlummern.